Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie,
Psychotherapeutin, Mediatorin, EMDR-Therapeutin

Jeder Konflikt ist ein Beziehungsangebot. Es bleibt die Frage, ob er als solches wahrgenommen werden kann. (Klaus Mücke)

Mediation

Wo unterschiedliche Menschen unterschiedlichen Geschlechts und Alters zusammenwohnen, treffen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Das sorgt für Konflikte, die durchaus existentiellen Charakter haben können. Schnell entwickeln sich dann ungute Dynamiken, die immer wieder in einem Teufelskreis von Schuldzuweisungen und Verletzungen münden.

Mediation ist eine Methode zur Beilegung eines Konflikts, die auf Freiwilligkeit basiert. Ziel ist es, dass die Konfliktparteien eine Lösung finden, die für beide befriedigend ist. Entscheidend dabei ist die Beteiligung einer dritten Person, des Mediators. Der Mediator spricht zunächst nur mit der einen Partei, dann nur mit der anderen – damit sich jeder ganz frei äußern kann.

Im gesamten Prozess trifft der Mediator keine eigenen Entscheidungen hinsichtlich des Konflikts, sondern wirkt als Vermittler zwischen den Parteien. Er schafft klare Rahmenbedingungen und gemeinsame Spielregeln, die eine Konfliktlösung in angespannten Beziehungssituationen erst möglich machen. Damit wirkt er klärend, erleichternd und Frieden stiftend.

In den anschließenden Gesprächen mit beiden Parteien werden zunächst  die jeweiligen Bedürfnisse geklärt. Daran knüpft die Vereinbarung der beiderseitigen Wünsche und Zielvorstellungen an, die in der Regel zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal überprüft werden. Im Anschluss geht es daran, eine für beide Parteien befriedigende Lösung zu erarbeiten.

Eine Mediation unterteilt sich also immer in 5 Phasen:

  1. Schaffung eines sicheren Rahmens

    • Vereinbarung von Vertraulichkeit, Verschwiegenheit und Übernahme der eigenen Verantwortung
    • Aufstellung von Gesprächsregeln
    • Verständigung auf gegenseitiges Ausredenlassen und auf die Formulierung von Ich-Botschaften
  2. Darstellung des Konflikts – Sammlung von Informationen und Themen
  3. Klärung der Interessen und Bedürfnisse hinter den Themen
  4. Ideensuche, Lösungssuche und Auswahl der Lösungen
  5. Treffen konkreter Vereinbarungen

In Patchwork-Familien und in verschiedenen Betreuungsformen kommt es immer wieder zu Konflikten. Zum Beispiel bei Erziehungsfragen oder bei Terminabsprachen, wenn die Kinder abwechselnd in derselben Wohnung betreut werden oder mal beim einen, mal beim anderen Elternteil wohnen.

In Trennungssituationen ist es wichtig zu überlegen, wie es für jeden einzelnen in der Familie weitergehen kann. Hier ist es gut, Lösungen gemeinsam zu finden, Vereinbarungen gemeinsam zu treffen und unglückliche Umstände gemeinsam zu klären. Ebenso wichtig ist es, dass der unvermeidliche Trennungsschmerz seinen Platz bekommt und akzeptiert wird, um Platz zu schaffen für neue zukünftige Möglichkeiten.

Ich biete Ihnen an, sie bei der Klärung und Lösung Ihrer unterschiedlichen Konflikte einfühlsam, neutral und klärend zu begleiten.


Angelika Rischar | Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Psychotherapeutin, Mediatorin, EMDR-Therapeutin | Händelstraße 17 | 53115 Bonn | Telefon: 0228-63 10 39